Wienerwald-Sternwanderweg 41 - erster Abschnitt (Mödling - Seewiese)
Der "1. Sternwanderweg 41" [Glaser1981b] verläuft von Mödling über Hinterbrühl, Gießhübl, Seewiese und Sulz im Wienerwald nach Hochroterd und über Ramaseck, Wienerhütte, Kugelwiese und Gießhübl zurück nach Mödling. Er ist insgesamt ca. 42 km lang. Eine Übersicht gibt es hier https://www.openstreetmap.org/relation/3379439/history#map=13/48.1249/16.2155&layers=P
Für den ersten Abschnitt: Mödling - Seewiese (9,6 km) gibt Glaser eine Wegzeit von ca. 2 Stunden an. Wer nicht sehr gut trainiert ist, muss meiner Meinung nach etwas mehr Zeit einplanen, vor allem für den steinigen Wurzelweg am Südhang des Mödlinger Kalenderbergs.
Auf dem Weg vom Bahnhof zur Pfarrkirche St. Othmar (dort beginnt der markierte Wanderweg) beschreibt Glaser ausführlich die Sehenswürdigkeiten (Stadtmuseum, Hafnerhaus, Dreifaltigkeitssäule usw.) Der Weg laut Glaser geht vom Bahnhof aus rechts zur Hauptstraße, die Herzogstraße und die Pfarrgasse zu St. Othmar.
Heute geht man angenehmer und viel ruhiger vom Bahnhof aus links auf einem Rad- und Fußweg neben dem Mödlingbach Richtung Hinterbrühl bis zur Badgasse und biegt erst dort zur Hauptstraße ab.
Wer Knieprobleme hat oder aus anderen Gründen den mit Felsbrocken und dicken Wurzeln durchwachsenen Weg an der Südseite des Kalenderbergs meiden will, kann der Radroute bis Hinterbrühl folgen und erst ab dort dem Sternwanderweg 41.
Auf dem Platz neben der Kirche finden sich auf einem Baumstamm die ersten Markierungen für unseren Weg: rot-weiß-rot mit der Nummer 41 und blau-weiß mit der Nummer 1.
Zwischen Kirche und Karner führen einige Stufen zum Anton-Wildgans-Weg. Nach etwa 50 m führt ein Weg aufwärts zum Mödlinger Kobenzl. Unmittelbar hinter dem Gebäude des Gasthauses führt die Markierung links bergauf zum Schwarzen Turm und Gamseckersteig. Da die Originalmarkierungen nur mehr spärlich vorhanden sind, folgen wir der grünen Markierung.
"Der Steig zieht unmittelbar am Steilabfall zur Klause fast eben durch eine bizarre Felsszenerie, deren übrigens ganz ungefährliche Begehung zu den landschaftlichen Höhepunkten des südlichen Wienerwaldes zählt. Der Steig, der ja eigentlich ein bequemer Promenadenweg ist, führt nun über eine Wiesenfläche und durch Schirmföhrenwald weiter ..." beschreibt Glaser den folgenden Wegabschnitt. [Glaser1981b, 16]. Der Gamseckersteig ist zweifellos landschaftlich sehr schön, bietet großartige Ausblicke auf die Klause und die Berge gegenüber mit der Burgruine Mödling und dem Husarentempel und hat auch botanisch einiges zu bieten. Er ist zum Teil durch Geländer gesichert. Als Promenadenweg würde ich ihn dennoch nicht bezeichnen, denn man muss über viele Felsbrocken und Wurzeln steigen und wer so klein ist wie ich (1,61), braucht bei manchen Stufen sogar die Hände.
Nach einer Abzweigung links zu dem Aussichtspunkt "Jordankanzel" führt der Weg leicht bergauf und teilt sich dann. Bei der ersten Gabelung nehmen wir den rechten Weg bergauf Richtung "Pfefferbüchsel" (eine künstliche Ruine), bei der darauf folgenden Gabelung den linken Weg, der bergab zunächst durch den Föhrenwald führt und in einen Promenadenweg (Radetzkyweg) mündet. Dort links abbiegen und nach etwa 200 m rechts in die Liechtensteinstraße.
Von dort geht es eben zur Seegrotte und dann weiter abwechselnd am linken, am rechten und wieder am linken Ufer des Mödlingbaches durch Hinterbrühl. Zwischen den Häusern Hauptstraße Nr. 62 und 64 zweigt ein schmaler Weg ab, der zunächst über Stufen und dann auf einem angenehmen Waldweg Richtung Gießhübl führt.
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| Die Markierung in der schmalen dunklen Gasse sieht man erst, wenn man richtig abgebogen ist. |
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| Der Gasthof zur Weintraube gegenüber ist leichter zu finden. |
Man geht zunächst entlang einer Mauer, überquert dann eine schmale Straße (Waldgasse) und geht über einen breiten ebenen Promenadenweg weiter durch den dort lichten Wald. Dabei kommt man zunächst an einer großen Wiese mit einem Spielplatz vorbei und geht weiter geradeaus, überquert dabei zwei Straßen. Am Ende von einigen Häusern biegt der Weg rechts ab und steigt als schmaler Pfad bergan.
Wer keine Stufen steigen will, kann die Hauptstraße weiter entlang gehen bis sie eine Linkskurve macht. Unmittelbar vor der Kurve rechts in die Kröpfelsteigstraße abbiegen und dann über Eichbergstraße und Waldgasse. So kommt man etwas mit einem Umweg aber über asphaltierte Straßen ebenfalls zu der Wiese mit dem Spielplatz und biegt dort links in den breiten Wanderweg ein.
Der schmale Pfad führt durch den Wald bergauf, bei einem Tennisplatz erreicht man eine Straße, auf der man nach links weiter geht. Nach einigen hundert Metern unterquert man die Außenringautobahn, kommt am Bauhof vorbei und geht dann, wo die Straße eine deutliche Rechtskurve macht, geradeaus über einen Weg weiter. An Wiesen und an einer Pferdekoppel vorbei kommt man wieder in Siedlungsgebiet, biegt dort zunächst links in die Brunnengasse und dann gleich wieder rechts in die Schillergasse ab. Am Ende der Schillergasse durchquert man noch einmal ein kurzes Waldstück und kommt zu einem großen Parkplatz am Fuß der Gießhübler Heide. (Dort halten auch die Autobuslinien 256 nach Liesing und 261, 262 nach Mödling.)
Über die Wiese schräg rechts aufwärts gehend kürzt man die Kehren der (autofreien) Bergstraße ab (links sieht man die unbewirtschaftete Hans-Nemecek-Hütte) und erreicht den "Rastplatz Hochstraße III". Dort treffen mehrere Wanderwege zusammen: rechts grün und später blau markiert durch den großen Kardinalgraben nach Perchtoldsdorf, links rot markiert über Seewiese und Höllenstein nach Sulz. "Wir wählen den zwischen diesen beiden liegenden Weg und wandern roten bzw. rot-weiß-roten Zeichen folgend, auf dem Gießhüblweg der Bundesforste in Richtung Kugelwiese weiter. *) Bei der nächsten Abzweigung gehen wir nicht zur Kugelwiese (rechts), sondern links und erreichen die Liechtenstein-Höhenstraße beim Rastplatz Hochstraße V. " Die Liechtenstein-Höhenstraße ist ein breiter und komfortabler Wanderweg, allerdings auch bei Mountainbikern beliebt. Hier verlaufen mehrere Weitwanderwege (01, 04, 06), der Wienerwald Verbindungsweg 444 und der NÖ Landesrundwanderweg. Wir folgen dem Wanderweg nach links zwischen großen Wiesen und erreichen nach ca. 1,4 km das ehemalige Gasthaus Seewiese und einen Rastplatz neben einem Bildstock. Neben dem Weg haben die Bundesforste eine Allee aus Obstbäumen gepflanzt.
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| Bildstock beim Rastplatz Seewiese |
*) Anmerkung: An dieser Abzweigung läuft man leicht vorbei, da die Markierungen kaum mehr sichtbar sind. Das ist aber auch kein Drama, da der andere Weg auch zur Seewiese führt.
Infos zum ersten Abschnitt:
Erreichbarkeit: Mödling ist mit der S-Bahn bzw. Südbahn gut erreichbar. In Hinterbrühl und Gießhübl verkehren Busse nach Siebenhirten, Liesing und Mödling, falls man zwischendurch unterbrechen will (Linien 260, 264, 265 in Hinterbrühl und 256, 261, 262 in Gießhübl). Alle verkehren auch am Wochenende, wenn auch in größeren Abständen. Danach gibt es den nächsten Autobus erst in Sulz im Wienerwald.
Einkehren und Einkaufen: In Mödling, Hinterbrühl und Gießhübl gibt es zahlreiche Lokale für alle Geschmäcker und Geldbörsen. In Mödling gibt es auch Geschäfte aller Art. Proviant und ein Getränk sollte man aber jedenfalls mitnehmen, da es auf der Strecke danach kaum mehr Einkehrmöglichkeiten gibt. Die Hütte direkt beim Parkplatz in Gießhübl hat nur sporadisch am Wochenende geöffnet, das Gasthaus Seewiese ist seit Jahren geschlossen und der Salzstanglwirt auf der Kugelwiese (Donnerstag bis Montag geöffnet) liegt etwas abseits der Route.
In Mödling, Hinterbrühl und Gießhübl gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels und Pensionen.
Links: https://anachb.vor.at/
https://www.oebb.at/de/fahrplan/fahrplanauskunft
https://www.moedling.at/
https://www.hinterbruehl.gv.at/
http://seegrotte.at/
https://www.giesshuebl.at/
https://www.salzstanglwirt.at/






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