Am Anfang waren die Sportwanderer

Heribert Glaser beschreibt den Ursprung der fünf Wienerwald-Sternwanderwege so: 

Als im August 1970 in kleinstem Rahmen, mit Start und Ziel Sparbach, die "Erste Internationale Wienerwald-Dreitage-Wanderung" stattfand, ahnte wohl niemand, daß sich daraus eine Wanderveranstaltung entwickeln würde, die aus den Terminplänen der internationalen Gilde der Weit- und Mehrtage-Wanderer nicht mehr wegzudenken ist.

In Wandererkreisen wurde immer wieder gefragt, warum denn diese prachtvollen Wege durch den südlichen Wienerwald nicht mit einer dauerhaften Markierung versehen würden, um interessierten Wanderern die Möglichkeit zu geben, die 42, 46 und 32, also insgesamt 120 km langen Wegstrecken während des ganzen Jahres zu begehen, ohne unter dem Zeitdruck der jeweils in der zweiten Augusthälfte stattfindenden Dreitage-Hochleistungswanderung zu stehen. [Glaser1981a, 169]

Im Frühjahr 1980 wurde mit der durchgehenden Markierung der Wanderstrecken der Wienerwald-Dreitage-Wanderung begonnen und diese mit den Nummern 41, 42 und 43 versehen. [Glaser1981a,170]

Die Wege Nummer 44 (rund um den Lainzer Tiergarten) und 45 (Hadersdorf-Weidlingau - Katzelsdorf - Wien-Neuwaldegg) waren damals noch nicht als Sternwanderwege (rot-weiß-rot mit schwarzer Nummer) markiert, sondern trugen "Lokalmarkierungen und [waren] daher nicht zu verfehlen".  Die Eröffnung sollte im Laufe des Jahres 1981 erfolgen. [Glaser1981a, 170]

Eine gedruckte Beschreibung der Wege gab es damals offenbar noch nicht, Glaser verweist auf den letzten Seiten seines Wienerwaldführers auf die "Organisation der Internationalen Wienerwald-Wanderung", die gerne Auskünfte über die Wege und die damit verbundenen Leistungsabzeichen erteile.  

Quelle: Heribert Glaser, Wandern im Wienerwald. 40 Rundwanderungen;. Wien, St. Pölten, Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, 1981.


 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Literatur

Spuren im Wienerwald